Terminkartei. Der Ur-Typ hat ausgedient.

Die ersten Karteikästen für das System Terminkartei habe ich aus Holz selbst geschreinert. Das ist jetzt vorbei. Zur Zeit werden Terminkartei-Kästen in neuem Design professionell hergestellt. Dazu bald mehr. 
Ich freue mich riesig !

Zwei Fragen: Woran? Und wofür?

… Und wenn  ich dich zwei Fragen fragen würde, wär‘ das: Woran glaubst du? Und wofür lebst du ? …‘ fragt die Gruppe Klee in ihrem Lied ‚2 Fragen‘. Nur die wenigsten von uns werden auf diese Fragen direkt Antworten haben. Über ein Unternehmensleitbild hat vielleicht der eine oder andere schon nachgedacht. Aber woran glauben und wofür leben wir?

Es macht Sinn, sich darüber im Klaren zu sein, was unsere eigenen Grundlagen sind. Es ist eine persönliche Sinn-Vision, die bewusst oder unbewusst auf unsere privaten und beruflichen Bereiche abstrahlt. Da wir größtenteils inhabergeführte Unternehmen haben, ist die eigene Sinn-Vision das Fundament, auf dem die Werte des ganzen Unternehmens basieren. Schreiben Sie diese Gedanken nieder. Vielleicht sind es einige Sätze. Vielleicht aber auch nur wenige Begriffe, die eine Kompassfunktion haben.

Möglicherweise ist für Sie ‚Freiheit‘ ein solcher Fundamentbegriff der eigenen Sinn-Vision. Wenn Sie über Fragen nachdenken wie ‚Soll ich eine Partnerschaft gründen?‘ ‚Nehme ich ein Bank-Darlehen auf?‘ ‚Ist es ein Problem mit drei Kunden 40 % des Umsatzes zu machen?‘ usw., könnten Sie zu ganz anderen Ergebnissen kommen, wie wenn Sie die Sinn-Vision ‚Starkes Wachstum‘ haben.

Einen Kompass wie eine Sinn-Vision muss man anwenden und von Zeit zu Zeit überprüfen. Das geht umso besser, je grundlegender und einfacher sie ist. Gemäß dem Credo von SteuerberaterCoach ‚Besser einfach‘.

Der Link zum Lied: http://www.youtube.com/watch?v=iG–_hTSSfo

Ein gutes Gefühl haben: Neue Mitarbeiter.

Wie in anderen Branchen, ist es auch in unsrer Branche nicht einfach, für die eigene Kanzlei passende Mitarbeiter zu finden. Die einschlägigen Zeitschriften etc. sind voller Angebote. Viel Resonanz scheint es auf diese Anzeigen nicht zu geben.

Vielleicht ist es etwas kurz gegriffen, die Mitarbeitersuche als kurzfristiges Projekt zu sehen. So wie Kundenorientierung nicht schlagartig vorhanden ist, ist auch Mitarbeiterorientierung ein Langzeitprojekt ohne klar definiertes Ende. Und dieses beginnt bereits weit vor der ersten Stellenanzeige. Es fängt u.a. beim Arbeiten am Image und an ersten Signalen an potentielle Bewerber an. Zwei Beispiele:

In einer Stellenanzeige steht: ‘… Wir sind eine Kanzlei bei der neben Kunden- auch aktiv Mitarbeiterorientierung gelebt wird … Bewerbungen bitte unter Chiffre …’. Ein potentieller Bewerber könnte ein unbehagliches Gefühl kriegen, denn Bewerber und Unternehmen sind nicht auf Augenhöhe. Durch die Chiffre bleibt die Identität des Unternehmens verborgen, aber er selbst muss die Deckung verlassen. Vorabinformation über das Unternehmen ausgeschlossen.

Ein potentieller Bewerber schaut sich die Kanzleihomepage an. Er findet Sachinformationen, Leistungsangebote für Kunden … Nüchternheit, aber keine ‘good vibrations’. Alles ist vielleicht noch auf (potentielle) Kunden ausgerichtet, aber nicht auf mögliche Mitarbeiter.

Viele Entscheidungen treffen wir aufgrund von Gefühlen. Und für dieses gute Gefühl müssen wir sorgen. Gerade auch bei potentiellen und neuen Mitarbeitern. Das sind viele Kleinigkeiten. Dazu zählt u.a. Offenheit: Nicht nur der Bewerber präsentiert sich, sondern auch wir. Dazu zählt auch, Interesse zeigen: Die Bewerbung geht ein, wir rufen kurz an und bestätigen den Eingang und fragen, wann wir ein paar Minuten miteinander telefonieren können. Beim ersten persönlichen Gespräch stellen wir auch das Unternehmen vor (einschließlich der suboptimalen Ecken). Wenn wir doch nicht zusammen finden, schicken wir sofort die Unterlagen zurück mit einem netten Anschreiben usw.

Das Steuerberaternetzwerk delfi-net hat eine bundesweite Mitarbeiterbefragung in Steuerberatungskanzleien durchgeführt mit zum Teil erstaunlichen Ergebnisses. Es sollten Antworten auf die Frage gefunden werden, was einen attraktiven Arbeitgeber ausmacht. ( http://www.delfi-net.de/no_cache/home/news-anzeige/article/was-zeichnet-einen-attraktiven-arbeitgeber-aus//detailansicht//1d8bb3a54e.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=52&sword_list%5B0%5D=arbeitgeber )

Wir sind aktuell nicht auf der Suche nach einem neuen Arbeitnehmer. Aber ich erhalte von Zeit zu Zeit Blindbewerbungen. Der nebenstehende Auszug stammt aus solch einer Bewerbung. Und wer weiß: Vielleicht arbeiten wir einmal zusammen.

Welche Gedanken wir uns im Vorfeld und bei der Mitarbeitersuche machen, alle Briefe, Dokumente, Listen usw. finden Sie im Erfolgsbaustein ‘Neue Mitarbeiter’ unter www.steuerberatercoach.de/products .

Schnipsel: Alle bisherigen Erfolgsbausteine.

Zu  finden unter www.steuerberatercoach.de

Ich bin nämlich eigentlich ganz anders.

Ich hatte in letzter Zeit kurz hintereinander Gespräche mit zwei Steuerberatern. Es ging beide male um persönliche Lebensziele, was man am liebsten macht, um Zufriedenheit usw.

Der eine Steuerberater empfand seine Arbeit als Steuerberater zutiefst unbefriedigend und den Kontakt zu seinen Kunden größtenteils ebenfalls. Viel lieber würde er seinem Steckenpferd Software-Programmierung und Vertrieb nachgehen. Der andere Steuerberater war noch einen Schritt weiter. Er empfindet seinen Beruf mittlerweile als Strafe. Wofür er wirklich brennt, sind Gartenteiche, die er plant und baut. Bisher als Hobby.

Beide Personen habe ich gefragt, was sie dafür tun, um irgendwann Ihren Traum zu leben. Antworten: Nichts bis wenig. Es geht ja nicht neben dem Brotberuf.

Von Ödön von Horváth in ‘Zur schönen Aussicht’ kommt der Satz: „Ich bin nämlich eigentlich ganz anders, … aber ich komme nur so selten dazu.“

Wenn es einem so geht, ist das nicht schön. Aber nur einen Traum oder eine Idee zu haben, zählt nichts. Man muss auch aktiv daran arbeiten, dass sie Realität wird. Vielleicht nicht sofort. Und es beginnt möglicherweise mit ganz kleinen Schritten.

Große Pläne, gar ein Masterplan, funktionieren nicht bei jedem. Vielleicht reichen auch zwei Dinge: Ein Ziel vor Augen und der nächste (kleine) Schritt. Das hilft, sich nicht in der Planung zu verlieren, sondern es anzugehen.

Kleiner Schnipsel: Staatsbräu mit Humor