Urlaubsfreuden.

So schwer es mir fällt …
… den nächsten Blogbeitrag gibt es erst wieder am
Dienstag, den 13. September 2011.

Kleiner Schnipsel: Nur vom Chef gekocht. Über Prozesse.

Im aktuellen DATEVmagazin 4_2011 habe ich gerade ein Interview mit einem Steuerberater gelesen. Einige Aussagen haben mich etwas verwirrt. So hat er zusammen mit einigen anderen Kanzleiinhabern Prozesse erarbeitet (hier speziell in der Lohnabrechnung) ohne Beteiligung von Mitarbeitern.

‚… Eines sollte einem bewusst sein: Diese Prozesse sind Chefsache. … Danach habe ich mich hingesetzt und den Prozess um kanzleispezifische Punkte ergänzt. …  Allerdings sollte das Vorhaben nicht zu stark an die Steuerfachangestellten delegiert werden. Sinnvoller ist es, dass sich ein Partner … in die Materie hineindenkt. ‚

Warum nicht die Mitarbeiter einbezogen worden sind, die tagtäglich mit den Prozessen arbeiten? Ich habe keine Ahnung. Aber es kommt mir so vor, als wäre eine große Chance verpasst worden. Fachlich und menschlich.

Gefühlte Prozesse.

Jeder von uns hat Formen von Organisation in seinem Unternehmen. Bewusst oder unbewusst. Jeder arbeitet für sich nach bestimmten Regeln, die entweder nur für ihn gelten oder nach denen sich mehrere orientieren. Von diesen Prozessen ist viel die Rede. Sie sind Teil des Qualitätsmanagements, es findet eine Prozessorientierung und -optimierung statt usw.

Es besteht teilweise ein himmelweiter Unterschied zwischen dem, was schriftlich verfasst wurde und was tatsächlich gelebt wird. Prozesse müssen von allen Beteiligten als hilfreich angesehen werden. Oder anders gesagt: Es muss mühsamer sein, einem Prozess nicht zu folgen, als ihn als Grundlage zu nehmen. Und um die Grundlage geht es im Wesentlichen. Eine Prozessbeschreibung ist wie ein Rezept, das ich übernehmen kann, aber auch fallweise anpasse. Es macht keinen Sinn, eine Checkliste für einen Kleinstunternehmer-Abschluss in gleicher Art und Weise abzuarbeiten, wie ich es für den Abschluss eines mittelständischen Unternehmens tue.

Wenn Mitarbeiter Prozesse als hilfreich ansehen und anwenden, haben sie ein gutes Gefühl dabei. Und noch besser wird es, wenn sie aktiv daran mitarbeiten. Ein Prozess ist nie in Blei gegossen, sondern muss von Zeit zu Zeit überdacht und gegebenenfalls angepasst werden.

Wenn man über Prozesse nachdenkt, können neben Qualitäts- auch Rationalisierungsüberlegungen eine Rolle spielen. Vor kurzem war ich in einer Kanzlei mit beeindruckendem Empfangstresen. Noch beeindruckender war der Prozess ‘Erstellung der Einkommensteuererklärungen für Privatkunden’. Die Kunden geben Ihre Steuerunterlagen in der Regel am Empfang ab. Ein Sachbearbeiter bearbeitet sie innerhalb einer bestimmten Zeit. Sollte es Fragen geben, werden diese über Email oder Telefon geklärt. Nach der Bearbeitung werden die Unterlagen an den Mandanten übersandt. Persönlicher Kontakt ist minimal. Ich habe den Kanzleiinhaber gefragt, wie die Beziehungen  zu diesen Privatkunden sind. Er meinte ‘gut’. Ich vermute einmal, dass es hier um die reine Sachebene ging. Aber eine Beziehung dürfte so nur schwer aufzubauen sein. Dazu gehört neben den qualitativen und ökonomischen Elementen auch noch die soziale Komponente. Von Gabriele Fischer kommt der Satz ‘Während interne Prozesse immer effizienter wurden, ging das Gefühl für den verloren, der das ganze bezahlt.’

Prozesse sind in jedem Unternehmen ein wichtiger Bestandteil. Vielleicht muss man fallweise nur etwas die Perspektive verändern: Von der Prozess- zur Kundenorientierung. Dann fühlt es sich für den Kunden noch besser an.

Das freut mich sehr: Feedback zum Tagebuch.

Auf Xing kam gestern diese Mitteilung. Das freut mich sehr! www.steuerberatercoach.de/products

Schnipsel: Wertschätzung für einen langjährigen Kollegen.

Kollegen haben sich zum 40.ten Dienstjubiläum etwas ausgedacht. Die Firma hat den Film dann auf YouTube hochgeladen. Das gefällt mir sehr; vielleicht bis auf den Schluss. Da sieht es nach Werbefilmchen aus.

Für uns wäre das ‚etwas‘ zu groß. Aber wir haben zum 10-jährigen Dienstjubiläum jetzt auch etwas sehr nettes für die Mitarbeiterin gemacht. Das kommt allerdings nicht auf YouTube …

http://www.youtube.com/watch?v=pTh3QDa3yy0

Schnipsel zum Notizbuch.

Ich habe auf die letzte Seite des Notizbuches (s. https://steuerberatercoach.wordpress.com/?s=Begleiter ) jetzt noch ein paar Post-Its geklebt. Seitdem ist mir mein ständiger Begleiter noch unentbehrlicher.

Kleine Schnipsel.

Regelmäßig kommen mir Kleinigkeiten zwischen die Finger oder in meinen Kopf, die thematisch gut in den Blog passen. Für einen eigenen Dienstags-Blogbeitrag sind sie zu klein, aber unter die Kategorie Schnipsel passen sie aus meiner Sicht gut.  Ein neuer Schnipsel kommt dann, wenn es etwas Neues gibt. Als Bild nehme ich für diese Kategorie das Puzzle-Teil, bis mir oder Ihnen etwas besseres einfällt. Für Anregungen bin ich dankbar!

Was halten Sie davon? Ist das eine gute Idee?